wir haben den 5. August und irgendwie die 4. Hitzewelle. Viele sind im Urlaub, ich nicht. Frau Brüllen auch nicht und sie will wissen, wie sich die anderen durchwursteln und nennt das „WwDDeddgT“ – Wir wurstelst Du Dich eigentlich durch den ganzen Tag“.
Bitteschön
5:50 klingelt mein Handywecker. Ich stelle die Kaffeemaschine an, gehe ins Bad und mache mich Bürofertig. Der Besuch schläft noch und wird später vom Mann versorgt. Ich bereite den Frühstückstisch vor, arrangiere „Platten“ im Kühlschrank (dann muss Mann sie später nur auf den Tisch stellen), trinke einen Kaffee nebst Zigaretten auf der noch kühlen Terrasse und briefe dann kurz den Mann, bevor ich gehe.
Und zwar zur S-Bahn und dann ins Büro. Aktuell laufen Bewerbungsgespräche, gestern eins, heute ein zweites. Ich mache mich auf zu dem Gesprächsort. Für den Bewerber gilt es Aufgaben zu lösen, ich bewerte die und dann quatschen wir noch ein bisschen (also ich und die anderen aus meinem Team, es soll ja auch menschlich passen). Alles gut, mit dem heutigen Kandidaten bin ich sehr zufrieden und kommuniziere das auch entsprechend.
Danach wieder zurück ins Büro, auf dem Weg kaufe ich noch Wasser und Heidelbeeren. Danach Teammeeting (remote, alle sind irgendwo verteilt), es fällt nur eine kleine Aufgabe für mich ab. Nachmittags gibt es weitere Meetings, ich bereite die schon mal vor.
Mittags dann Kaffee und Zigarette.
Es gab vor 1 1/2 Wochen ein Problem mit einer Anwendung, bei der ich nur Stellvertreter bin. Das ist dann etwas eskaliert, die Beteiligten waren irgendwie alle nicht verfügbar. Letzten Montag vor einer Woche wurde dann alles gefixt.
Jetzt beginnt die Nachbearbeitung – tausende Meetings:
- was ist passiert
- warum hat man vorher nicht gemerkt, dass es passieren konnte
- was wurde gemacht, von wem, warum erst dann
- Gibt es Meetings, Taskforces, Dokus etc. zu dem Thema.
Viele sind im Urlaub, so muss ich da ständig hin und alles erklären. Es ist mühsam. Und einige Beteiligte auch zäh. Und nochmal – ich bin da nur Stellvertretung, aber eben die Einzige, die da ist. Ich mag das alles nicht.
Nachmittags dann ein weiteres Meeting – Aufgaben für die nächsten 2 Wochen besprechen (Sprintplanning).
Ein Kollege hat ab morgen Urlaub, auch hier muss ich die Sache am laufen halten, es gibt ein paar Übergabe Gespräche.
Danach eine „Schulung/Session“ zu einem Programm in der Cloud, was bald alle benutzen sollen.
Irgendwann kann ich gehen, reicht auch. Ich treffe mich mit dem Mann auf ein Bier beim Portugiesen, wir besprechen seine Fahrt zu Eltern, Schwester (die im Heim ist und das wohl wechseln muss, weil Verschlechterung der Lage), danach Fahrt zu Freunden. Soll ja auch schön sein. Ich bleibe zu Hause. Da fahren wir dann gemeinsam hin, nachdem wir noch Koriander gekauft haben.
Zu Hause setzen wir uns erstmal raus, getrunken wird ein Spritz, ich schreibe meine Aufgaben der nächsten Tage auf – dieses und jenes giessen und noch andere Sachen.
Danach gibt es Glasnudelsalat mit Koriander und Limette.
Parallel dazu zwei Folgen „Young Sheldon“.
Noch ein paar organisatorische Sachen werden geklärt, dann gehe ich ins Bett, schreibe diesen Bericht und das wars.



