Sign Your Name von Terence Trent D’Arby

Es war Mitte der 80er in einer Stadt im Osten. Ich arbeitete in einem Tattoo Studio, damals noch revolutionär. Erst kochte ich nur Kaffee oder brachte ein Bier (manchmal was stärkeres und manchmal, gar nicht so selten, ein Tempo – aber gut, andere Geschichte). Später durfte ich auch selber stechen. Beliebt waren meine Buchstaben.
Und dann war da dieser Typ, dunkel, lange Haare. Kam jeden Tag, blätterte stundenlang in den Katalogen, sprach nie ein Wort und starrte mich an. War schon unheimlich. Eines Tages dann kam er direkt auf mich zu, legte einen Packen Geld auf den Tresen und sagte: Sign your Name across my heart. Da bin ich weg dort, das war mir zu hart.

1-2 Jahre später hörte ich den Song, sah den Sänger und konnte kein Tattoo erkennen. War mir trotzdem alles zu strange.

Wein habe ich damals noch nicht getrunken, eher Whisky – auch andere Geschichte.

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