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Immer noch ist die Neugier von Frau Brüllen nicht gestillt und sie möchte wissen, ob der Alltag der Anderen wenigstens am 5. des Monats interessanter ist als ihrer. Also meiner nicht, wie man hier lesen wird:

Der Radiowecker spielt 5:47 fröhliche aufmunternde Musik, ich ertrag das nicht, schalte ihn aus und steh auf. Küche (Kaffeemaschine anmachen), Bad (herrichten), Arbeitszimmer (Frühstückszigarette und Kaffee und Börse und Onlinespiele) – und schon ist es 6:55 und ich verlasse das Haus Richtung S-Bahn. Es ist arschkalt und nicht mehr ganz doll dunkel, nur noch ein bisschen.
Die S-Bahn ist für einen Montag ziemlich leer – diese Woche ist Fasnacht, da machen viele Ferien – super, freies Viererabteil und schön warm ist der Zug auch. 7:35 stemple ich ein. Am Sonntag hatten 2 Kollegen Geburtstag – der eine war beim Bäcker, beim anderen hat sich dessen Frau in die Küche gestellt – es gibt also diverse Kuchen. Geht doch – so ein Montag.
Vom Arbeitspensum eher ist es zunächst ein ruhiger Tag – ich puschle hier, ich mache dort – wichtig ist halt, beschäftigt auszusehen. Dann ist 12:00, Zigarette und Kaffee auf der Dachterrasse, dann wieder an den Schreibtisch.
Jetzt wird es doch spannend:

Mehrere Systeme wurden / werden von AIX (IBM) auf Linux umgestellt.

System 1 (wichtig und mit Management Attention) läuft ganz ok, die Fehler haben nichts mit der Umstellung, sondern mit dem Lieferanten zu tun – da muss ich mal wichtig Tickets aktualisieren, damit sie dort aufpoppen und vielleicht eine Reaktion hervorrufen.

System 2 wurde auf der Testumgebung umgestellt und macht Probleme. Bestimmte Änderungen werden nicht angezeigt, erst, wenn man sie wiederholen will – dann kommt die Meldung – ist schon alles da. Meine erste Reaktion – Cache? – wird ignoriert (Frau, das kann nicht richtig sein) – mit 2 Spezialisten suchen wir weiter. Ein Service Call bei einem namhaften Datenbankhersteller wird eröffnet, die wollen – klar – einen reduzierten und nachvollziehbaren Testfall. Bastel ich also fix einen. Dann – huuuch – Info aus dem Engineering: „da ist ja der Cache eingeschalten, ich schalt den mal aus, schaut doch mal, ob das Problem immer noch da ist.“. Na so was – nicht mehr. Alles Idioten!

Nächstes System – wir haben ein Berechtigungsproblem, guck doch mal und sag, was wir machen sollen (Mehr steht wirklich nicht in dem Mail). ich also: wer, welches Passwort, welche Umgebung, welcher Service, genaue Fehlermeldung – sonst, sorry, nur Kristallkugel. Die Mail geht von Pontius zu Pilatus – ich sehe nicht durch, wer da überhaupt was wo getestet hat. Egal – ich warte auf die Angaben.

Tja, dann ist es 16:45 und ich geh zur Bahn, fahr in mein Nest und lauf durch die immer noch Kälte nach Hause.

Da gibts erst mal ein alkoholfreies Bier mit Amer (Likör aus Frankreich), kurze Abstimmung, was noch für die bevorstehende Romreise gemacht werden muss. Ich hole Zettel und Stift und leg beides auf meinen Schreibtisch und notiere ab jetzt alles, was mir einfällt. Dann brauche ich morgen fürs packen noch genau 10 Minuten.
Ab in die Küche, Zwiebelsauce zubereiten – ich weiss nicht, was daran so kompliziert ist, sie muss halt erst in die Mikrowelle, dann in die Pfanne, …
Parallel dazu die Steaks. Als alles auf dem Teller ist, fällt auf, dass der Salat noch im Kühlschrank ist. Bleibt er nun, er fühlt sich gerade so heimisch. Essen gibt es vor dem Fernseher. Da läuft erst mal eine Sendung über Apulien (da wollen wir VIELLEICHT im September hin) – ok, Vorbereitung ist alles. Dann kommen wir doch nochmal zum Thema zurück und sehen ein paar Youtubevideos zum Thema Rom – Roman Guy. Wirklich lustig und ich freue mich schon sehr. Dazu gibt es einen 43 auf Eis und unter Espresso.

21:00 geh ich ins Bad (in 2 Wochen muss ich zum Zahnarzt / DH – schweineteuer – da nehme ich mal Sticks und Zahnseide – das dauert dann halt). Dann noch ein paar Seiten Oryx und Crake – gerade so spannend, ich werde das Buch wohl doch im Handgepäck mitnehmen. 22:00 Licht aus und Schluss.

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