Aus zweiter Hand

Das Kimchi muss einige Tage draussen stehen, damit die Gärung anfängt, dann kommt es in den Kühlschrank. Offensichtlich hat es sich sehr wohl gefühlt im Küchenregal und ausserdem scheint es neugierig zu sein, jedenfalls hat es dermassen stark gegärt, dass es die Deckel der Gläser aufgedrückt und den Schrank runtergelaufen ist. Jemand, nicht ich – Arbeit lohnt sich eben doch – musste alles wegwischen, den Schrank vor räumen und sauber machen (Schrank und Wand) und dann die Gläser umfüllen und in den Kühlschrank stellen (da haben sie jeder ein eigenes Schüsselchen, nur für den Fall, dass…)

Das alles habe ich aus zweiter Hand, weil ich war ja im Büro, ich Glückspilzin. Foto gibt es keins, war ja schon alles weg, als ich heimkam. Danke dem Helden!

10 Year Challenge – ohne Fotos, dafür Jahrzehntrückblick – a new trend is born

Zugenommen oder abgenommen?
Es geht immer auf und ab, aktuell vielleicht 3 mehr als 2009.

Haare länger oder kürzer?
Deutlich (mind. 20 cm) kürzer, aber immer noch überschulterlang.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Eindeutig kurzsichtiger, nun gesellt sich die Altersweitsichtigkeit dazu. Wenn ich also stärkere Kontaktlinsen oder Brille nehme, sehe ich nichts mehr am Bildschirm. Also gehe ich „unterdioptriert“ durch die Welt, ein bisschen eitel bin ich halt doch.

Mehr bewegt oder weniger?
Gleich wenig. Ich laufe täglich zw. Wohnung / S-Bahn / Job und zurück ca. 2.5 km, das muss reichen.

Mehr Kohle oder weniger?
Gleich. Es gab einige Lohnerhöhungen, denen aber auch höhere Kosten gegenüber stehen.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Gleich. Erst spar ich, dann kauf ich, da bin ich sehr altmodisch.

Der hirnrissigste Plan?
So was hab ich gar nicht, da bin ich viel zu nüchtern.

Die gefährlichste Unternehmung?
War nicht gefährlich, aber für mich schon das Aufregendste, was ich getan habe: Vor 2 Jahren mit Rucksack 5,5 Wochen durch Südamerika (mit den Reisebussen dort ist das aber bequem, nicht dass jetzt hier jemand denkt, ich wandere).

Die teuerste Anschaffung?
2 Ringe, die ich mir selber geschenkt habe.
Der Bus (VW T6 California), den ich in ca. 3 Wochen kaufe.

Das leckerste Essen?
Da gibt es in 10 Jahren so viel (aber auch viel unleckeres), da kann ich mich jetzt auf einiges nicht beschränken.

Das beeindruckendste Buch?
7 Bücher: Das Büro von J. J. Voskuil. Beim letzten war ich sehr traurig und dazwischen eigentlich getröstet: Viele habe ein ganz normales Leben. Sie kommen und quälen sich da durch, haben kleine Freuden und wenn sie (also die Menschen) weg sind, sind sie weg. Das klingt für viele schlimm, für mich, war es tröstlich. Kann ich hier so nicht erklären. Ich fand es übrigens nicht lustig, so wie andere Leser.

Das enttäuschendste Buch?
Philipp Roth, sorry, ist so.
Und noch mal 7: Der dunkle Turm von Stephen King: Das Ende einfach das Letzte und von dem Stilmittel, als Autor selber im Buch vorzukommen, habe ich noch nie was gehalten.

Der ergreifendste Film?
Ich sag mal den, der mir am besten gefallen hat (so gut, dass ich gleich die Woche danach nochmal rein bin): Ganz klar Inception.

Die beste Musik?
Get well soon, erst per CD / Download, dann tatsächlich in echt gesehen, echt gut. War eine Entdeckung für mich.

Das beste Theater?
Norma im Theater Luzern.

Das beste Konzert?
Leonhard Cohen 2008 in Oberhausen (okay, ein Jahr zu früh, aber das war einfach das beste Konzert und bewegendste, was ich je besucht habe. Also tun wir so, als wäre das vor 10 Jahren gewesen.

Die meiste Zeit verbracht mit …?
… Bücher und Wein kaufen, lesen und Wein trinken.

Die schönste Zeit verbracht mit …?
… Mann und Freunden. Kitschig, aber wahr.

Vorherrschendes Gefühl 2009 – 2018
Das ist jetzt mal ein gutes Jahrzehnt, Du bist nicht krank, Du hast keine wirklichen Sorgen und Du bist auf jeden Fall jünger, als in 10 Jahren. Geniess das, jetzt, nicht an morgen denken.

2009-2018 zum ersten Mal getan?
Blog geschrieben, zu zweit durch Südamerika,

2009-2018 nach langer Zeit wieder getan?
nichts, also alles, was ich getan habe, habe ich auch vorher getan.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen
Stress in diversen beruflichen Situationen, den ich mir aber auch selber mache, weil ich zu streng bin (eben auch zu mir)
Krankheit meines Bruders
Probleme meiner Schwester

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Du bist ok und liebenswert, so wie Du bist – klappt einfach nicht.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Immer wieder zuhören, wenn Dämonen kommen!

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Weihnachtskartoffelsalat.
Ich muss das kurz erklären: Bei den Anverwandten gibt es zu Weihnachten (Heiligabend UND die 2 folgenden Tage und das NUR) polnische Tunke. Das kann man mal essen (einen Teller), aber dann ist wieder gut. Bei mir gab es früher, wie es sich gehört, Kartoffelsalat und Wiener, der Kartoffelsalat nach einem bestimmten Rezept, das so nur Heiligabend gemacht wird, während des Jahres ist es ein ganz normaler Kartoffelsalat.
Und vor 4 oder 5 Jahren hat mein Mann meine Mutter angerufen (allein dass ist eine Leistung, weil da hört man 2 Stunden zu und sagt nur hmm, hmmm, hmm) und hat nach dem Rezept gefragt, alles besorgt, heimlich den Salat gemacht und im Auto versteckt und dann abends, nachdem wir bei den Gastgebern alles gekocht und auf den Tisch gestellt haben, heimlich den Salat dazu gestellt.

2009-2018 war mit 1 Wort…?
Sehrzufriedenstellend.

Vorsätze für 2019-2029?
Noch ein paar gute Jahre und dann in Würde altern 🙂

Nass und kalt

Es donnert und blitzt und schifft. (Schifft! Regen ist das nicht mehr). Alle Züge auf meiner Strecke fallen auf unbestimmte Zeit aus. Homeoffice kann ich nicht machen, weil in meinem Arbeitszimmer der Besuch schläft. Also sitze ich hier am Bahnhof rum. Mir ist kalt. Ich will den Sommer zurück.

Weitere Züge fallen aus. Ich geh jetzt nach Hause und mache einen Tag frei. Das ist mir zu blöd.

WmDedgT

Immer noch ist die Neugier von Frau Brüllen nicht gestillt und sie möchte wissen, ob der Alltag der Anderen wenigstens am 5. des Monats interessanter ist als ihrer. Also meiner nicht, wie man hier lesen wird:

Der Radiowecker spielt 5:47 fröhliche aufmunternde Musik, ich ertrag das nicht, schalte ihn aus und steh auf. Küche (Kaffeemaschine anmachen), Bad (herrichten), Arbeitszimmer (Frühstückszigarette und Kaffee und Börse und Onlinespiele) – und schon ist es 6:55 und ich verlasse das Haus Richtung S-Bahn. Es ist arschkalt und nicht mehr ganz doll dunkel, nur noch ein bisschen.
Die S-Bahn ist für einen Montag ziemlich leer – diese Woche ist Fasnacht, da machen viele Ferien – super, freies Viererabteil und schön warm ist der Zug auch. 7:35 stemple ich ein. Am Sonntag hatten 2 Kollegen Geburtstag – der eine war beim Bäcker, beim anderen hat sich dessen Frau in die Küche gestellt – es gibt also diverse Kuchen. Geht doch – so ein Montag.
Vom Arbeitspensum eher ist es zunächst ein ruhiger Tag – ich puschle hier, ich mache dort – wichtig ist halt, beschäftigt auszusehen. Dann ist 12:00, Zigarette und Kaffee auf der Dachterrasse, dann wieder an den Schreibtisch.
Jetzt wird es doch spannend:

Mehrere Systeme wurden / werden von AIX (IBM) auf Linux umgestellt.

System 1 (wichtig und mit Management Attention) läuft ganz ok, die Fehler haben nichts mit der Umstellung, sondern mit dem Lieferanten zu tun – da muss ich mal wichtig Tickets aktualisieren, damit sie dort aufpoppen und vielleicht eine Reaktion hervorrufen.

System 2 wurde auf der Testumgebung umgestellt und macht Probleme. Bestimmte Änderungen werden nicht angezeigt, erst, wenn man sie wiederholen will – dann kommt die Meldung – ist schon alles da. Meine erste Reaktion – Cache? – wird ignoriert (Frau, das kann nicht richtig sein) – mit 2 Spezialisten suchen wir weiter. Ein Service Call bei einem namhaften Datenbankhersteller wird eröffnet, die wollen – klar – einen reduzierten und nachvollziehbaren Testfall. Bastel ich also fix einen. Dann – huuuch – Info aus dem Engineering: „da ist ja der Cache eingeschalten, ich schalt den mal aus, schaut doch mal, ob das Problem immer noch da ist.“. Na so was – nicht mehr. Alles Idioten!

Nächstes System – wir haben ein Berechtigungsproblem, guck doch mal und sag, was wir machen sollen (Mehr steht wirklich nicht in dem Mail). ich also: wer, welches Passwort, welche Umgebung, welcher Service, genaue Fehlermeldung – sonst, sorry, nur Kristallkugel. Die Mail geht von Pontius zu Pilatus – ich sehe nicht durch, wer da überhaupt was wo getestet hat. Egal – ich warte auf die Angaben.

Tja, dann ist es 16:45 und ich geh zur Bahn, fahr in mein Nest und lauf durch die immer noch Kälte nach Hause.

Da gibts erst mal ein alkoholfreies Bier mit Amer (Likör aus Frankreich), kurze Abstimmung, was noch für die bevorstehende Romreise gemacht werden muss. Ich hole Zettel und Stift und leg beides auf meinen Schreibtisch und notiere ab jetzt alles, was mir einfällt. Dann brauche ich morgen fürs packen noch genau 10 Minuten.
Ab in die Küche, Zwiebelsauce zubereiten – ich weiss nicht, was daran so kompliziert ist, sie muss halt erst in die Mikrowelle, dann in die Pfanne, …
Parallel dazu die Steaks. Als alles auf dem Teller ist, fällt auf, dass der Salat noch im Kühlschrank ist. Bleibt er nun, er fühlt sich gerade so heimisch. Essen gibt es vor dem Fernseher. Da läuft erst mal eine Sendung über Apulien (da wollen wir VIELLEICHT im September hin) – ok, Vorbereitung ist alles. Dann kommen wir doch nochmal zum Thema zurück und sehen ein paar Youtubevideos zum Thema Rom – Roman Guy. Wirklich lustig und ich freue mich schon sehr. Dazu gibt es einen 43 auf Eis und unter Espresso.

21:00 geh ich ins Bad (in 2 Wochen muss ich zum Zahnarzt / DH – schweineteuer – da nehme ich mal Sticks und Zahnseide – das dauert dann halt). Dann noch ein paar Seiten Oryx und Crake – gerade so spannend, ich werde das Buch wohl doch im Handgepäck mitnehmen. 22:00 Licht aus und Schluss.

WmDedgT

Frau Brüllen scheint eine sehr neugierige Person zu sein, da sie immer am 5. des Monats im Internet rumfragt, was da wohl jeder den ganzen Tag so mache. Okay, so uninteressant ist es ja auch nicht und da ich immer mitlese und zwar hier, ist es ja nur zu fair, wenigstens einmal auch zu erzählen, wie es bei mir aussieht.

Mein Radiowecker fängt 5.47 an zu spielen und nach den ersten 2 Tönen mach ich ihn aus und steh sofort auf. Nicht, weil ich wahnsinnig gern früh (und so wie jetzt) im Dunkeln aufstehe, sondern weil es sonst nie was wird. Auf dem Weg zum Bad mache ich überall Licht und schalte die am Vorabend vorbereitete Kaffeemaschine und den PC ein. Nach 20 Minuten im Bad weiss ich nach einem Blick in den Spiegel – mehr ist hier einfach nicht rauszuholen, hol mir den Kaffee, setz mich vor den PC, checke die asiatische Börse, spiele online Spiele und mache in Gedanken den Plan für den Tag. Normalerweise verlasse ich dann 6:55 das Haus und laufe zur S-Bahn, um 30 Minuten in die Stadt zu fahren, in der ich arbeite. Da es aber draussen stürmt und ich Nachts gehustet und geschnieft habe, werde ich zum Bahnhof gefahren. Vom Zielbahnhof aus habe ich weitere 8 Minuten später meinen Arbeitsplatz erreicht.

Ich fahren den PC hoch, checke Mails, checke die Systeme, für die ich verantwortlich bin und die, die ich für Kollegen stellvertrete, die noch Weihnachtsferien haben und schau, wie es den anderen geht.(Bis hierher ist übrigens jeder Tag fast gleich, es sei denn eine Bahn fällt aus, die Zahnpasta fällt runter, das Internet geht nicht – alles war heute nicht der Fall).

Heute habe ich im Job gleich ein paar oberwichtige Sachen zu tun, am Montag geht ein System produktiv, für dass ich verantwortlich bin – Daten werden zwischen meiner Firma und den verschiedenen Kantonen ausgetauscht, bei jedem ein bisschen anders, manche machen gar nicht mit – ich muss diverse Vorbereitungen treffen, Daten migrieren, bestimmte Sachen überprüfen – Zeugs halt. Dazwischen gibt es einen Kaffee und eine Zigarette, wir haben eine Dachterrasse, das ist ganz nett – kommt man auch mal an die frische Luft. Allerdings ist es recht kühl und windet – so doll ist frische Luft nun auch wieder nicht. Dafür liegen Zeitungen rum (Tageszeitung und Pendlerzeitung), die lese ich erst mal und bin dann auch für Smalltalks fit.

Mittags bin ich mit allem durch. Zum Mittag (ich bin eben ein nicht sehr spontaner Mensch, man kann es aber auch solide und verlässlich nennen, ganz wie man mag) gibt es Kaffee und Zigarette.

Nachmittags widme ich mich einem neuen Projekt. Andere Daten müssen ausgetauscht werden – es nimmt kein Ende 🙂 Dazu lese ich Online Dokus, arbeite an einem PoC (Proof of Concept), hole Informationen von den verschiedenen Wissensträgern ein und schreibe ein Konzept. Das wird noch ein paar Tage dauern, ich muss aber auch mal langsam zu Potte kommen, das Fach fragt schon nach, wann sie mit einer Umsetzung rechnen können.

Dann bereite ich mich kurz auf ein Meeting zu einem anderen Projekt vor, zu dem ich gestern eingeladen wurde (also zu dem Meeting). Ich hab damit zwar eher nur am Rande zu tun, aber der eigentlich Verantwortliche ist in den Ferien. Danach habe ich irgendwie das Teil auch noch an der Backe – „wäre schön, wenn es schnell geht“ und „Du machst das eh besser und schneller, als der
eigentlich Verantwortliche“ (Ist schon was dran – Dummheit schafft Freizeit).

Egal – da Freitag ist, mache ich schon 15:45 Schluss, fahre mit der S-Bahn nach Hause und freue mich, dass Wochenende ist. Am Bahnhof werde ich abgeholt und es gibt erstmal ein Afterwork Bier. Zu Hause dann Salat, der eigentlich gestern dran war, aber da war ich kränklich und hatte keine Lust zum schnippeln. Dabei überlegen wir, was wir am Wochenende kochen wollen, der sich eigentlich angekündigte Besuch hat wegen Krankheit abgesagt, so ist das Wochenende frei und Zeit, um was aufwendigeres zu machen. Für was sich entschieden wurde, kann man dann im nächsten Beitrag lesen.

Jetzt stelle ich das schnell ein und dann geniess ich den Rest den Abends und das Wochenende.

4G 36/37

gegessen 

Roulade, Rotkraut, Klöße und „falsches“ Fischbuffet “

getrunken 

Rotwein, Glühwein, Eierpunsch und Sauvignon Blanc

gesehen 

Weihnachtsmarkt. S Schlösschen, dass wohl schließt. Fußballturnier F- Jugend.

gelesen 

Spielbericht F Jugend.

4G 35

gegessen

Ente, Klöße,  Rotkraut, Walnusseis,  Kartoffel Auflauf
getrunken 

Bayreuther Kellerbier, Zweigelt
gesehen

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