4G 497 extended version

Wir haben Freitag, aber bevor wir in das Wochenende entschwinden dürfen, müssen wir noch Frau Brüllen Rede und Antwort stehen und ihr und dem ganzen Internet erzählen, was wir gemacht und ob wir uns das Wochenende verdient haben und nennen das WvDDedW (Wie verdienst Du Dir eigentlich das Wochenende) bzw. wmdedgt:
Mein Wecker klingelt wie immer an Arbeitstagen 5:47 bzw. fängt an zu spielen, ist ja ein Radiowecker, heute „It’s So Easy To Fall In Love“ von Buddy Holly. Den halben Tag summe ich dann immer (leise, sehr leise, mehr so in meinem Kopf): „seems so easy, seems so easy …“. Draussen ist es noch dunkel, wegen der Zeitumstellung, also mache ich in der Küche Licht und Kaffeemaschine an, im Bad das Licht an und, nachdem ich restauriertchic genug fürs Büro bin, auch im Arbeitszimmer das Licht an und spiele erhebe wichtige Daten bei Kaffee und Zigarette

Shakes And Fidget Server 1: Level 431
Candy Crush Saga: Level 3185
Candy Crush Soda: Level 1587
Öl Brent: 69.28

6:55 ist es schon hell und ich mache mich auf den verschneiten Weg zur S-Bahn

Die ist ungeheizt, ich friere doll und freue mich fast auf das warme Büro (welch perfider Plan der Arbeitgeber in Zusammenarbeit mit dem ÖV). Nach einem kurzem Weg vom Bahnhof zum Büro kann ich 7:35 dem Computer und der Firma und der Lohnbuchhaltung und wem auch immer sagen, dass ich anwesend bin.

Dafür sind die 2 kranken Mitarbeiter immer noch krank: mein Chef – da fehlt also nix 🙂 und ein direkter Kollege, dessen Arbeit ich dann ein bisschen mitmachen muss – einfach die Bälle in der Luft halten, nicht sehr hoch, Hauptsache in der Luft.

Einloggen, Mails und ein paar Systeme checken. Alles in Ordnung. Es ist Freitag und da muss jeder noch mal aufschreiben, was genau er die Woche gemacht hat, das heisst dann „Wochenbericht“ (huch, das ist ja wie hier). Ich schreib also erstmal wichtig alles hin (natürlich nicht, dass ich 5:47 aufgestanden bin 🙂 ).
Dann kümmere ich mich um die eigentliche Arbeit. Nächsten Mittwoch ist Abgabedatum für die neuen Sachen für das neue Release und da ich nächsten Dienstag und Mittwoch auf diversen Tagungen und Workshops rumhänge, muss ich schon mal alles fertig machen. Da aber immer noch welche krank sind, fallen auch Meetings aus, so dass ich eigentlich ganz gut voran komme.

Die Arbeit selber geht eigentlich und macht auch Spass – es ist wie spielen: was bauen, testen, klappts, nöö?, mal schauen, was es war, nochmal, gehts jetzt?, gehts vielleicht besser, schneller? gehts auch schöner? Sowas halt. Level für Level sozusagen.
Die Prozesse nerven. Die ganze Zeit musst Du erklären, was Du warum gemacht hast und mit allen abstimmen, Meetings, Protokolle, Tickets hin und her, nochmal reden, nochmal reden, nochmal reden – egal, ich schweife ab …

Im Projekt G, bei dem ich IT Projektleiter bin, werden u.a. Briefe verschickt. Für die wurde was korrigiert, das soll auch nächste Woche abgegeben werden. Also drucke ich sie aus (je Variante und Sprache 1, also 6) und gehe alle Wort für Wort durch und vergleiche es mit der Spezifikation. Eigentlich nicht meine Aufgabe, aber letztens sind tatsächlich Fehler (harmlos, da ein Komma zu wenig, dort ein Bindestrich zuviel, so Zeugs halt) durch gerutscht, da guck ich mal lieber selber.

12:00 mache ich bei Kaffee und Zigarette eine Pause, dann reiss ich mich nochmal zusammen (Unlust droht mich zu übermannen) und kann dann 15:45 gehen – ich habe in der Woche genug Überstunden gesammelt, da ist eine Stunde eher mal drin.

16:30 lande ich am Zielbahnhof. Erstmal wird ein Teil fürs Wochenende gekauft. Morgen gibts Sushi, da brauch ich noch ein paar Sachen (den Fisch selber kaufe ich erst morgen bei meinem Fischhändler), dann das für heute Abend und das für Sonntag. Danach gehts in „meine“ Freitagskneipe, ein Frühlingsbier trinken, dazu ein paar Nachos, die hier Freitag immer freigiebig angeboten werden. Dann aber nach Hause. Da ich morgen weg bin, werden 2 Maschinen Wäsche gewaschen und aufgehängt. Dann bereite ich die Matten für morgen fürs Sushi rollen vor. Dann aber erst einmal ein Weinchen:

Geht so 😐

Nun aber fürs Abendessen sorgen.
Es gibt Pak-Choi-Salat und gegrillte Koteletts, da kann ich wenigstens was von dem Gochugaru (koreanisches Chillipulver) verbrauchen, dass ich für das Kimchi gekauft habe und was es nur in 500g Packungen gab. Beim Kochen nach draussen gesehen

Kann man nicht meckern.

Danach habe ich noch Kraft für den Fernseher, poste das hier schnell und geh ins Bett.

11 Kommentare zu “4G 497 extended version

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