Vor vielen Jahren (so ca. 16 / 17) wollte ich mal einen Truthahn selber machen. Gewollt, getan. Da der kleinste aber auch knapp 3 Kilo hatte, wurden noch 2 Freunde eingeladen. Dazu gab es Kartoffelstampf und Buttermischgemüsse. Es schmeckte allen und so machte ich das das nächste Jahr wieder (irgendwann Ende Oktober / Anfang November).
Es kamen weitere Freunde dazu, der Truthahn wurde grösser, es kamen weitere Freunde dazu, der Truthahn wurde noch grösser – Muster verstanden? (Spoiler: zwischenzeitlich waren es dann 2 3.8 kg Teile, die gerade so nebeneinander in den Backofen passten und ca. 18 Gäste, inzwischen ist es ein 6.5 kg Teil und ca. 13 Gäste).
Vor 12 Jahren zog ich 800 km weiter. Meine Freunde vermissten aber diesen Truthahnabend (den wir inzwischen Halloween getauft hatten, jedes Jahr mehr Schmückzeug kauften und uns auch einige Male kostümierten). Also kamen sie tatsächlich jedes Jahr am letzten Oktoberwoche her (5 Erwachsene, 3 Kinder) und mit weiteren Gästen aus der hiesigen Gegend wurde die Tradition aufrechterhalten. Das war die Zeit der 2 Truthähne (und 2 Tische für die 18 Gäste).
Vor 4 Jahren schneite es dann am 1. November – was zwar lustige Schneemänner auf den Plan brachte

aber meinen Plan – die Kinder spielen draussen, weit weg und leise – durchkreuzte. Also habe ich das ganze einen Monat vorverlegt.
Halloween ist jetzt einfach ein anderes Wort für – Freunde sind einige Tage zu Besuch, es wird gegessen und getrunken, es gibt einen Abend Truthahn, am nächsten Nachmittag wird gepokert und Tequila getrunken und vielleicht schafft es der Lange diesmal den legendären Cocktail noch einmal zu machen (Insider) und es wird rumgealbert

Diese Jahr wird es das Wochenende 6./7.10 sein und ich freu mich schon drauf. Und ich bin sehr dankbar dafür, dass meine Freunde jedes Jahr die lange Fahrt machen, um (manchmal nur das Wochenende) ein paar Tage hier mit mir zu verbringen.