Wein, weil ich zu alt für Bärchenpflaster bin
Autor: noch1glaswein
Der richtige Zeitpunkt
So cool
Links den Kochlöffel in der Hand und rechts die Liebste im Arm. ❤
F. aus H.
Wo landet der Wein
Am letzten Aprilwochenende war ich zum Weinmarkt in Müllheim. Dieser ist nur ein Nachmittag / Abend und gefühlt alle Weingüter der Umgebung stellen ihre, überwiegend neuen Weine vor. Besonders hübsch finde ich die Idee, dass jeweils die gleichen Weine (rebentechnisch gesehen) nebeneinander stehen und so
parallel, fast unbeeinflusst vom jeweiligen Weingut/Winzer, verkostet werden können. So bekommt man einen sehr schönen Überblick.
325 Weine wollten verkostet werden, so dass man / ich also regelmässig ausgespuckt habe. Und da ich – und vielleicht Ihr – schon immer mal wissen wolltet, wie es unter den „formschönen“ Spuckfässern aussieht – habe ich gewartet, bis die Aufräumarbeiten begannen und die 2 Bilder gemacht.
Damit ist nun auch das geklärt.
2 Personen (die Ferienwohnungbesitzerin und 1 Besucher des Weinmarktes) haben mir unabhängig voneinander das Weingut Engler aus Müllheim empfohlen, also bin ich am nächsten Tag dorthin. Interessanterweise war das auch der Gewinner des diesjährigen Gutedelcup, also hab ich da gleich mal eine Flasche mitgenommen. Die Weinkellermeisterin selber hat uns bedient und durch die Verkostung geführt, ich hab einiges mitgenommen und berichte später über die einzelnen Weine. Sehr nett fand ich aber auch den Nobling Sekt, der mich in der Nase total an Bratapfel erinnert hat (Frau Engler zeigte sich ob der Äusserung etwas irritiert). Da hab ich gleich eine Flasche für Abends gekauft und als sie mitbekommen hat, dass ich ihn an eben diesem Abend noch trinken will, hat sie mir gleich eine gekühlte Flasche gegeben. Kann sein, dass das normal ist – ich fand es jedenfalls sehr nett und aufmerksam.
Passt doch
Eine Studie der Harvard University zusammen mit der University of East Anglia (UEA) in Norwich hat herausgefunden, dass Früchte mit Flavonoiden gegen Gewichtszunahme helfen könnten. Flavonoide sind natürliche Pflanzenstoffe und kommen in den unterschiedlichsten Nahrungsmitteln vor, darunter Schokolade und Wein.
Neronet
Neronet ist eine Rotweinsorte und Neuzüchtung / Kreuzung von (St. Laurent x Blauer Portugieser) x (Alicante Bouschet x Cabernet Sauvignon) – weitere Infos siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Neronet.
Christian Hessert vom Weingut Hessert in Horrweiler / Rheinhessen baut diesen seit 2003 auf einem kleinen Teil seiner Rebfläche aus. Die ersten Jahre war es wohl nix (zu sauer), seit einigen Jahren aber entsteht daraus ein ganz wunderbarer Wein.
Kennengelernt habe ich ihn (also den Wein, nicht den Winzer) durch Nero „H“ (die H Linie ist die Premium Linie des Weingutes). Auf Nachfrage per Mail beim Winzer, was das für ein Wein ist, bekam ich diese Antwort:
„Der Nero besteht zu fast 100% aus der ziemlich neuen und sehr unbekannten Rebsorte Neronet. [..] Wir haben uns [..] entschlossen den Wein nur in wirklich guten Jahren abzufüllen und dann in die „H“- Linie aufzunehmen. “
Und das war eine super Entscheidung. Seit langem habe ich keinen so schönen Rotwein getrunken. Eine fantastische Farbe – sehr dunkel.
Nase: Sehr schönes fruchtiges Aroma, dunkle Früchte – fast marmeladig, erinnert mich etwas an Primitivo, etwas Schokolade.
Am Gaumen: kräftig, fruchtig, schwer, wenig Tannin und leichte Säure verhindern, dass er zu fruchtig / süss / mastig daher kommt.
Abgang: Mittellang, sehr angenehm, etwas dunke Kirsche.
Kurzum – ein Wein, der zu nicht zu kräftigem Essen passt, aber auch sehr gut zum allein trinken. Ich bin begeistert und bestelle weitere Flaschen und hoffe, dass der Winzer das nächste Jahr wieder welchen herstellt – „nur in guten Jahren“
Auch die anderen Weine sind fantastisch – dazu kommt ein gesonderter Beitrag.
Kochen mit Wein I
Wir so am Kochen und im Rezept steht – 200 ml Wein. Aktuell haben wir gerade 3 Weine, die sich anbieten. Ich so – welchen nehmen wir? Der Mitkocher so:
Wir probieren einfach alle 3 und welcher am besten schmeckt, den nehmen wir nicht.
Wein und Parfüm
Stuart Pigott auf die Frage Haben Sie einen Lieblingsduft?
Riesling duftet viel besser als die allermeisten Parfums.
Mitternachtswein
Ab Mitternacht gibt es nur billigen Wein, egal was er kostet.
H.H. aus G.
Schade
Paul Ekman, der übrigens am gleichen Tag Geburtstag hat wie ich, ist ein US-amerikanischer Anthropologe und Psychologe und unterscheidet sieben Basisemotionen: Überraschung, Verachtung, Freude, Traurigkeit, Wut, Ekel und Angst.
Da sind nur 1,5 „gute“ dabei und das nur, wenn ich der Überraschung eine 0.5 gebe. Schon traurig, dass wir nur zu einer positiven Emotion fähig sind.


